Wahlkampfendspurt: Christian Lindner in Gütersloh

„Es geht um unser Land“. So lautet das Motto der Freien Demokraten zur Landtagswahl in NRW. Auch im Kreis Gütersloh führt die FDP einen engagierten Wahlkampf für einen Politikwechsel im Land. In der heißen Phase des Wahlkampfs bekommt sie dabei sehr prominente Unterstützung: Der FDP-Vorsitzende und Spitzenkandidat Christian Lindner tritt bei einer öffentlichen Veranstaltung in Gütersloh auf.

 

Am Mittwoch, 03. Mai ab 17:30 Uhr, sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, auf den Berliner Platz zu kommen. Neben Christian Lindner werden sich auch die lokalen Kandidaten der Freien Demokraten zur Landtagswahl vorstellen und ihre Schwerpunktthemen und Ziele benennen. So sind dies Dr. Björn Kerbein (Wahlkreis 94), Rainer Gellermann (Wahlkreis 95) und Dr. Ulrich Klotz (Wahlkreis 96).

 

Landesweit werben die Freien Demokraten bei zahlreichen zentralen Wahlkampfkundgebungen für eine Neuausrichtung der Politik. Johannes Vogel, Generalsekretär der FDP in NRW erklärt: „NRW ist ein starkes Land mit einer schwachen Regierung. Unter Rot-Grün sind die Chancen für jeden Einzelnen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, schlechter geworden: Abbau der Bildungsqualität, weniger Wachstum der Wirtschaft, mehr Staus, höhere Steuer und Schulden.“ Die Freien Demokraten werben deshalb am 14. Mai für weltbeste Bildung, eine starke Wirtschaft und einen wehrhaften Rechtsstaat.

 

Hermann Ludewig, Vorsitzender der FDP im Kreis Gütersloh: „Wir freuen uns sehr auf diese Veranstaltung. Christian Lindner ist ein hervorragender und packender Redner. Er wird unsere Kernforderungen zur Landtagswahl auf den Punkt bringen. Das Rahmenprogramm verspricht abwechslungsreich und spannend zu werden. Toll ist auch, dass unsere lokalen Kandidaten eingebunden sind. Dieser Besuch Lindners zeigt, wie wichtig den Liberalen in NRW der Kreis Gütersloh als eine der wirtschaftsstärksten Regionen des Landes ist.“

 


Kreisverband Gütersloh zu Besuch auf dem Kiebitzhof

„Es ist wirklich beeindruckend, wie vielfältig Ihre Tätigkeiten hier auf dem Hof sind.“ sagt Susanne Schneider am Ende der Besichtigung des Kiebitzhofes. Die FDP-Landtagsabgeordnete war zu einem Gedankenaustausch mit dem Geschäftsführer des Hofes, Dr. Sebastian Menke, zu Gast in Gütersloh.

 

Begleitet wurde die gesundheitspolitische Sprecherin der Düsseldorfer FDP-Fraktion vom lokalen Landtagskandidaten Rainer Gellermann (Wahlkreis 95), Eckard Fuhrmann vom Gütersloher Stadtverband der Freien Demokraten, sowie von Thorsten Baumgart, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Partei aus Schloß Holte-Stukenbrock.

 

Dr. Menke nahm sich viel Zeit, um seinen Gästen den Kiebitzhof mit seinen besonderen Herausforderungen näher zu bringen. Als Tochter der wertkreis Gütersloh gGmbH ist der Betrieb eine gemeinnützige Gesellschaft, in der nicht das Gewinnstreben im Vordergrund steht. Wichtigste Aufgabe ist es, Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz und einen geregelten Arbeitsplatz anzubieten. Sie arbeiten dabei im Team mit Menschen ohne Behinderungen zusammen und werden anhand ihrer persönlichen Stärken und Fähigkeiten eingesetzt. Es geht also um Teilhabe. Die Behinderungen, die die Mitarbeiter haben können sehr unterschiedlich sein und reichen von psychischen und geistigen bis hin zu körperlichen Beeinträchtigungen. Ziel ist es, diese Menschen wo möglich in den ersten Arbeitsmarkt  zu vermitteln, also in ein „normales“ Arbeitsumfeld in einem anderen Unternehmen. „Ich bin vermutlich der einzige Arbeitgeber, der sich freut, wenn einer seiner Mitarbeiter eine andere Stelle gefunden hat, und uns verlässt. Leider gelingt das nicht so oft, wie wir uns das wünschen.“ erläutert Dr. Menke. wertkreis Gütersloh beschäftigt insgesamt rund 2.350 Menschen von denen etwa 1.600 eine Behinderung haben.

 

Der Kiebitzhof verarbeitet viele eigene landwirtschaftliche Produkte und vermarktet diese. So werden z.B. in dem eigenen Kartoffelschälbetrieb 1.000 Tonnen Kartoffeln pro Jahr verarbeitet, 15.000 Hühner gehalten, Suppen, Gemüse und Salate produziert. Besonders stolz ist der Hof auf seine Knäckebrotprodukte, die in dieser Form beinahe einzigartig sind. Sie finden deswegen auch Abnehmer Spanien, Dubai, Dänemark und Schweden.  Natürlich werden die eigenen Produkte, die alle Bio-zertifiziert sind, sowie weitere Bioprodukte auch im eigenen Hofladen angeboten.

 

 

 

Doch das Spektrum an Geschäftstätigkeiten des Kiebitzhofes ist noch breiter: Therapeutisches Reiten in der eigenen Reithalle ist ebenso auf den Gelände möglich. Zudem werden Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau und ein Hausmeisterservice angeboten.

 

 

 

„Dass Sie das alles mit dieser dünnen Personaldecke stemmen können und Ihre Produkte ohne Marketing- und Vertriebsabteilung so erfolgreich vertreiben, ist für mich fast unglaublich.“ zeigt sich Thorsten Baumgart beeindruckt.

 

 

 

 

 

Auf die Frage nach der größten zukünftigen Herausforderung antwortet Dr. Menke: „Wir müssen uns zeitnah massiv noch stärker mit einem Wohnangebot für behinderte Menschen beschäftigen.“ Man ahnt es allerdings schon fast: Ein erstes Projekt dazu ist bereits gestartet!

 

 

 

 

 

Auf dem Foto:

 

v.l.n.r.: Dr. Menke, Rainer Gellermann, Susanne Schneider, Thorsten Baumgart, Eckard Fuhrmann

 


Gütersloher Delegierte zeigen sich zufrieden mit dem NRW-Landesparteitag in Bielefeld

Auf dem Foto von links nach rechts:
Thorsten Baumgart, Michael Böwingloh, Hermann Ludewig, Johannes Elstner, Dirk Bursian, Patrick Büker, Eckhard Fuhrmann

Der NRW-Landesparteitag ist aus Sicht der Freien Demokraten als voller Erfolg zu bewerten. Auch sieben Delegierte des FDP-Kreisverbandes Gütersloh waren an beiden Tagen in Bielefeld dabei: Thorsten Baumgart (Schloß Holte-Stukenbrock), Hermann Ludewig (Borgholzhausen), Michael Böwingloh (Verl), Johannes Elstner und Eckhard Fuhrmann (beide Gütersloh), sowie Patrick Büker und Dirk Bursian aus Rheda-Wiedenbrück.

Die kämpferische Rede des mit rund 98 % der Delegiertenstimmen wiedergewählten Landesvorsitzenden Christian Lindner hat überzeugt. Im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingskrise erklärt Lindner: „Sowohl die grenzenlose Aufnahmebereitschaft à la Merkel, als auch eine Abschottung sind falsch. Wir brauchen ein modernes Einwanderungsgesetz wie es die Liberalen seit Jahrzehnten fordern. Im vergangenen Jahr ist der Staat zeitweise ausgefallen. Die Bürgergesellschaft hat ihre Leistungsfähigkeit bewiesen.“ Den Europa-Skeptikern erklärt der Vorsitzender der Freien Demokraten: „Die Rückabwicklung der europäischen Idee ist die größte Gefahr für Freiheit, Frieden und Wohlstand in unserem Land.“

Auch mit der Bilanz der Landesregierung ist der Vorsitzende rund ein Jahr vor der Landtagswahl hart ins Gericht gegangen: Null-Wirtschaftswachstum, schlechteste Ergebnisse bei Bildungsvergleichen, Rekordschulden, Rekord-Einbruchszahlen. „Rot-Grün ist ein Auslaufmodell. Auch in NRW. Restlaufzeit: 13 Monate.“ Das macht klar: Die FDP tritt im kommenden Jahr dafür an, Rot-Grün abzulösen – NRW braucht den Politikwechsel oder wie es die FDP in Bielefeld formuliert hat, ein „Update“.

Der Landesparteitag war neben den Wahlen von starken inhaltlichen Diskussionen bestimmt. So wurden Beschlüsse zur Bildungspolitik gefasst, die als erstes Signal für das Landeswahlprogramm 2017 zu werten sind. Der FDP geht es unter anderem um mehr Gestaltungsspielraum für die Schulen vor Ort, die Entlastung der Lehrer von störender Bürokratie und die Digitalisierung von Klassenzimmern. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage wurde im Leitantrag eine Stärkung von Polizei und Justiz gefordert.

„Dieser Parteitag hat gezeigt, dass innerhalb der FDP ausführlich debattiert wird. Wir sind eine Mitmachpartei, was nicht zuletzt durch die sog. Ideenlabors deutlich wurde, in denen alle Mitglieder Inhalte für das Landeswahlprogramm vorschlagen konnten. Auch aus OWL haben wir einige Anträge zum Landesparteitag beigesteuert, mit dem Ziel, diese OWL-spezifischen Themen in das Wahlprogramm einfließen zu lassen. Dazu gehört die Forderung nach einer medizinischen Fakultät in der Region sowie die Ablehnung der Nationalparkpläne in Senne und Teutoburger Wald. Beide Themen gehen nun zur weiteren Konkretisierung in die Programmkommission der Partei.“ zeigt sich Thorsten Baumgart (stellv. Kreisvorsitzender) zufrieden.

Die Freien Demokraten haben sich zudem für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie der Erbschaftssteuer ausgesprochen.

„Insgesamt war das ein erfreulicher Parteitag. Die Trendwende für die FDP scheint erreicht zu sein, wobei weiterhin harte Arbeit vor uns liegt. Es gibt keinen Grund zur Euphorie, aber doch viele Gründe für Optimismus. Ich halte es für richtig, dass der Landtags- und Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr verbunden geführt werden sollen. Die Wahl in NRW wird entscheidend sein auch für den Bund wenige Monate später.“ resümiert Hermann Ludewig (Kreisvorsitzender) die beiden Tage in Bielefeld.

Emotionalster Moment des Parteitags war sicherlich der bewegende, würdevolle Abschied von den kürzlich verstorbenen Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle. Die Freien Demokraten werden den beiden immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Ordentlicher Parteitag des FDP-Kreisverbandes Gütersloh:Sehr großes Besucherinteresse


Auf dem Foto:

Der neu gewählte Vorstand (v.l.n.r.): Eckhard Fuhrmann, Hermann Ludewig, Thorsten Baumgart und Ernst Sebbel

 

Zum diesjährigen Kreisparteitag haben sich die Freien Demokraten des Kreises Gütersloh im Landhaus Heitmann in Herzebrock-Clarholz versammelt. Vorsitzender Hermann Ludewig begrüßte die Anwesenden und freute sich über eine sehr große Anzahl stimmberechtigter Mitglieder sowie weitere Gäste.
Zu Beginn des Parteitags stand eine ganz außergewöhnliche Ehrung: Gerhard Massmann aus Halle wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der FDP ausgezeichnet. Hermann Ludewig nannte Höhepunkte des politischen Wirkens von Herrn Massmann, der immer für die Partei aktiv gewesen ist – unter anderem als Partei- und Fraktionsvorsitzender in Halle. „Persönlichkeiten mit einer solchen Ausdauer bräuchten wir mehr. Herzlichen Dank, Herr Massmann.“
In seinem Rechenschaftsbericht ließ Ludewig die wesentlichen Schwerpunkte des vergangenen Jahres Revue passieren. „Es begann gut mit der Einweihung der neuen Kreisgeschäftsstelle, die wir uns mit dem Stadtverband Rheda-Wiedenbrück teilen.“ In einigen Ortsverbänden stehen organisatorische Veränderungen an. So ist vorgesehen, dass die Verbände in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz fusionieren. „Das Dauerthema Liberale Fraktion ist nach 17 Monaten mit der Auflösung der selbigen im November nun endgültig Geschichte. Das sage ich ohne Häme und Siegesgeheul, aber mit der festen Überzeugung, dass es eine richtige Vorstandsentscheidung war, in dieser Sache einen klaren Kurs zu fahren.“ sagt Ludewig. Mit den beiden FDP-Kreistagsmitgliedern, die nun als Gruppe im Kreistag arbeiten, gibt es nun wieder einen konstruktiven Gesprächsfaden. „Ich gehe davon aus, dass wir auf dem nächsten Kreisparteitag auch wieder einen Bericht aus dem Kreistag auf der Agenda haben werden.“ erklärt der Vorsitzende.
Aktuelle Einschätzungen der politischen Lage in Land und Bund haben die prominenten Ehrengäste des Parteitags gegeben. Neben dem Bezirksvorsitzenden Frank Schäffler waren die Landtagsabgeordneten Dr. Björn Kerbein sowie Marc Lürbke anwesend und haben Grußworte gehalten. Tenor: Die Flüchtlingskrise wird auch in 2016 eines der beherrschenden Themen bleiben. Nach Einschätzung Schäfflers ist Kanzlerin Merkel in Europa zunehmend isoliert. Es müsse wieder die Rechtstaatlichkeit in Europa hergestellt werden. Die Aussage „Wir schaffen das“ muss auch durch das „Wie“ erweitert werden. Finanzexperte Schäffler lehnt auch das von der Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Bargeldverbot als klaren Einschnitt in die persönliche Freiheit des Einzelnen ab. Die Ablehnung des von der Landesregierung forcierten Nationalparks in OWL gehöre ins Programm der FDP zur Landtagswahl in 2017. „Die FDP ist in OWL die einzige Partei, die bei diesem Thema klare Kante gezeigt hat und zeigt“, sagt der Bezirksvorsitzende.

Der Kreisparteitag war ein regelrechter Wahlmarathon: Neben den Delegierten für die Bezirks- und Landesparteitage wurde auch der Parteivorstand turnusgemäß neu gewählt. Hermann Ludewig (Borgholzhausen) ist als Vorsitzender klar bestätigt worden und wir die Kreis-FDP weitere zwei Jahre anführen.
Ebenso wiedergewählt wurde der stellvertretende Vorsitzende Thorsten Baumgart (Schloß Holte-Stukenbrock). „Ich habe nach zwei Jahren in dieser Position einfach noch nicht genug und möchte vor allem mit Blick auf die wichtigen Wahlen in 2017 weiter für den Kreisverband arbeiten und mich einbringen. Auch meine bisherigen Arbeitsschwerpunkte, wie die Pressearbeit und das Weitertreiben der Veranstaltungsreihe FDP meets Mittelstand bleiben für mich auf der Agenda.“ begründete Baumgart seine erneute Kandidatur. Den Vorstand komplettieren Ernst Sebbel (Rheda-Wiedenbrück) als Schatzmeister sowie Eckhard Fuhrmann (Gütersloh) als Schriftführer, der Jan Droste (Versmold) an dieser Position ablöst.

Vertreter der FDP informieren sich über Flüchtlings- Notunterkünfte in Schloß Holte-Stukenbrock


Vertreter der FDP haben die Gelegenheit erhalten, beide Flüchtlings-Notunterkünfte in Schloß Holte-Stukenbrock zu besichtigen und sich bei den Verantwortlichen vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.

 

Dabei waren auf Seiten der Freien Demokraten mit Thorsten Baumgart und Gerhard Blumenthal die beiden Vertreter der FDP im Stadtrat von Schloß Holte-Stukenbrock ebenso anwesend wie der Vorsitzende des Kreisverbandes Gütersloh, Hermann Ludewig. Initiiert hatte den Besuch die ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium Gudrun Kopp (FDP). Die langjährige Bundespolitikerin ist aktuell Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerks der politischen Stiftungen in Brüssel, dort zuständig für Flüchtlingsfragen.

 

In Schloß Holte-Stukenbrock werden zwei Flüchtlings-Notunterkünfte betrieben. Die sog. Zeltstadt am Emsweg kann bei Maximalbelegung bis zu 1.000 Menschen aufnehmen, die zweite Notunterkunft auf dem Gelände der Landespolizeischule, in direkter Nachbarschaft, ist für bis zu 500 Personen ausgelegt. Für beide Einrichtungen liegt die organisatorische Verantwortung bei der Bezirksregierung Detmold. Die Führung der Einrichtungen ist dabei an externe Dienstleister vergeben. Die Zeltstadt wird von der European Home Care betreut und die Unterkunft auf dem Polizeigelände von den Maltesern. So waren auch die Ansprechpartner der Gäste Vertreter der Bezirksregierung, der European Home Care, der Malteser und der Polizei gleichermaßen.

 

Für die Politiker überraschend war die Tatsache, dass beide Einrichtungen derzeit nicht voll belegt sind. Die freien Kapazitäten werden aber im Hinblick auf den nahenden Winter bewusst vorgehalten, um im Notfall weiteren Menschen Unterkunft bieten zu können. Obdachlosigkeit in jedem Fall zu vermeiden steht dabei im Vordergrund.

 

Die Herkunft der Flüchtlinge ist in beiden Einrichtungen vergleichbar: Die meisten Menschen stammen aus Bürgerkriegsgebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Nur wenige Menschen aus der Balkanregion sind vor Ort. Zudem sind zahlreiche Familien mit Kindern unter den Flüchtlingen in SHS. Die Lage ist in beiden Einrichtungen nach Auskunft der Verantwortlichen sehr ruhig und stabil. Lediglich wenige Einzelfälle hat es gegeben, bei denen Konflikte unter den Flüchtlingen aufgetreten sind. „Diese beiden Unterkünfte gehören zu den ruhigsten, die ich kenne.“, sagt Torben Blome, Vertreter der Bezirksregierung Detmold.

 

Beeindruckt zeigten sich die Betreiber vom Maß der Hilfsbereitschaft und des ehrenamtlichen Engagements der Bürger in SHS und Umgebung, welches insbesondere in der Anfangsphase der Einrichtungen eine große Hilfe war und immer noch ist. Bisher sind Konflikte im Umfeld der Notunterkünfte nach Wissen der Betreiber nicht aufgetreten. Die Stimmung ist grundsätzlich positiv zu bewerten.

 

„Der Besuch war für mich sehr beeindruckend. Dieser direkte Einblick ist mir wichtig, um den Menschen in der Stadt Rede und Antwort stehen zu können, wenn es um die Unterkünfte in Stukenbrock-Senne geht. Beide Unterkünfte machen einen sehr guten Eindruck. Die Einrichtung auf dem Polizeigelände ist aus meiner Sicht etwas sehr besonderes. Die Flüchtlinge finden hier eine sehr gute Infrastruktur vor und kommen mit Uniformierten in Kontakt. Sie machen dabei die Erfahrung, dass die Polizei Freund und Helfer ist – anders als oft in den Herkunftsländern. Gleichzeitig kommen auch die Polizeischüler in Kontakt mit diesen Menschen aus vollkommen fremden Kulturkreisen. Dass ist eine Bereicherung - eine echte Win-Win-Situation.“ sagt Thorsten Baumgart.

 

Auf dem Gelände der Zeltstadt wird demnächst eine mobile Röntgenstation regelmäßig Station machen. Dadurch werden Kapazitäten der umliegenden Krankenhäuser entlastet, in denen bisher das Röntgen vorgenommen wird.

 

„Beide Einrichtungen bieten in Anbetracht der Tatsache, dass die Menschen vor Krieg und Terror geflohen sind, einen wirklich hohen Versorgungsstandard. Man muss aber auch sehen, dass die Lage in vielen Kommunen nicht so komfortabel ist, was die Versorgung der zugewiesenen Menschen angeht.“ gibt Hermann Ludewig zu bedenken. Hier müssen die Lokalpolitiker Land und Bund immer wieder in die Pflicht nehmen, was die Finanzierung der Kosten angeht.

 

„Gut ist, dass die Bewohner in die alltäglichen Arbeitsabläufe eingebunden werden und sich so nützlich machen können. So wird Eigenverantwortung und Beschäftigung gefördert. Dass die European Home Care und die Malteser den Flüchtlingen diese Möglichkeiten bieten, in dem z.B. bei der Essensausgabe und ähnlichem geholfen werden kann ist gut durchdacht und der richtige Weg.“ findet Gerhard Blumenthal.

 

Gudrun Kopp: „Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge ist nicht allein mit Kosten verbunden, sondern sie stellt auch ein echtes Konjunkturprogramm dar, das erhebliche Steuereinnahmen bringt und hunderte von zusätzlichen Arbeitsplätzen in OWL schafft. Gerade im Handwerk, z.B. Baugewerbe, Sanitär oder im Servicebereich, wie Catering und Security, gibt es hohen Personalbedarf.“

 

Die Freien Demokraten sind dankbar für diesen Einblick in die professionelle und engagierte Arbeit aller Beteiligten sowie die Informationen aus erster Hand. Beide Einrichtungen geben den Bewohnern offenbar die Chance, nach strapaziöser Flucht zur Ruhe zu kommen. Insbesondere die Kinder scheinen hier wieder Kinder sein zu können.

 

 

Foto: Vertreter der FDP: Gerhard Blumenthal (links), Hermann Ludewig, Gudrun Kopp und Thorsten Baumgart (5. bis 7. von links) mit Gesprächspartnern der Bezirksregierung, der Polizei und der Malteser

 

German Mut


Rede Christian Lindner Bundesparteitag 2015


Artikel und Statements zu unserer Arbeit in Versmold


Statement zum Hohlweg: Heiner Kamp

Liebe Versmolderinnen und Versmolder,

die aktuelle Diskussion zum Ausbau des Hohlwegs zu einer Tempo-50-Zone veranlasst mich, nochmals die Position der Versmolder FDP-Fraktion anhand von Fakten darzustellen.
Dabei stütze ich mich auf Sitzungsprotokolle der Politik und die Berichterstattung in den beiden heimischen Tageszeitungen.
Es ist richtig, dass auch wir zunächst den Ausbau zu einer Tempo-30-Zone befürwortet hatten. Die Aussicht, bei einem Ausbau zu einer Tempo-50-Zone bis zu 400.000 Euro an Fördermitteln zu bekommen und damit den städtischen Anteil an den Kosten zu reduzieren, hat zu einer völlig neuen Sachlage geführt.
Wenn die Stadt seinerzeit keinen Antrag auf Förderung gestellt hätte, wäre dies grob fahrlässig gewesen. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Kassenlage. In der Sitzung des Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses vom 1. Oktober 2014 hat Herr Wiese von der Verwaltung überzeugend geschildert, wie eine Tempo-50-Zone ausgebaut werden kann, in der die Geschwindigkeit deutlich unter dem erlaubten Tempo liegt. Verwiesen wird auf tempomindernde Maßnahmen, die beim Ausbau der Kämpenstraße praktiziert wurden. Dazu ist jedoch notwendig, dass einige Anwohner des Hohlwegs eine schmale Parzelle ihres Grundstücks verkaufen.
Im Übrigen finde ich, dass die anfängliche Skepsis der Anwohner nachgelassen hat. Die oben geschilderten Ausbaumöglichkeiten erwähnt der betroffene Anwohner in seinem Leserbrief - leider - nicht. Seine Aussage „Die alles nur um die Fördergelder einzustreichen und somit den Haushalt, der durch diverse Investitionen der Vergangenheit in Schieflage geraten war, auszugleichen“ halte ich für polemisch und unsachlich.
Sind es doch gerade wir Liberale, die so manche Investition kritisch sehen und Änderungsvorschläge machen.
In der oben erwähnten Sitzung des Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses habe ich die Bedenken der Anwohner nicht als Partikularinteressen „abgetan“, sondern vielmehr darauf hingewiesen, dass hier die Belange aller Versmolder zu berücksichtigen seien. Richtig ist, dass sich der Hohlweg in einem sicherheitstechnisch bedenklichen Zustand befindet. Und das nicht erst seit gestern. Der Ausbau ist daher - im Interesse einer erhöhten Sicherheit für alle Versmolder - dringend geboten. Wir wissen: Unfälle passieren immer und überall. In Tempo-30-Zonen und Tempo-50-Zonen ebenso wie auf Bundes- und Landesstraßen. Ja sogar auf Fahrrad- und Fußwegen. Als Stadtvertreter verstehe ich mich als Interessenvertreter aller Bürger. In vielen Entscheidungen geht es oft um schwierige Abwägungsprozesse, um Beschlüsse, die manchen nicht passen. Das ist bedauerlich.
Als Kommunalpolitiker muss ich das akzeptieren und aushalten. Wir als FDP-Fraktion verstehen uns als Anwalt aller Versmolder. Klientelpolitik ist mit uns nicht zu machen. Ich wünsche mir bei Leserbriefen in Zukunft weniger Schreckensszenarien, mehr Sachlich- und Ehrlichkeit. Leserbriefe, die das ganze Spektrum einer Diskussion wiedergeben. Wir werden eine für alle zufriedenstellende Ausbauvariante hinbekommen.
Davon bin ich überzeugt. Dafür wird sich die Versmolder FDP-Fraktion einsetzen.

Heiner Kamp, Fraktionsvorsitzender